Peggy Sylopp – Medien- und Lichtkünstlerin,
Kuratorin
geboren am 22.07.1966 in Aschaffenburg
Nach einer fototechnischen Ausbildung widmete sie sich in den 1990er Jahren
zunächst verschiedenen Formen darstellender Kunst (Musik, Schauspiel,
Pantomime, Tanz) um dann mit Fotografie, Super 8 und Video zu arbeiten, vorwiegend
als Environments für Bühnen und Live Acts. Diplom-Informatikerin
im Abschluss an der Technischen Universtität Berlin, seit 1999 ist der
Computer ihr bevorzugtes Arbeitsinstrument.
Seit 2000 arbeitet sie im Bereich der digitalen visuellen Kunst, zunächst
vorwiegend mit der Verarbeitung von Videoaufnahmen, Fotografien und der Erstellung
von 3D-Objekten in Verwendung für Diainstallationen als Environment für
Bühne und Events, seit 2002 mit Echtzeit-generierter Grafik in Performances
und Installationen in Kooperation mit Klangkünstlern und TänzerInnen.
Sie arbeitet seit 2000 mit dem Klangkünstler Giovanni Longo in gemeinsamen
Projekten mit Schwerpunkt Klang- und Medienkunst, zumeist mit Einbezug unterschiedlicher
Formen von Interaktivität. Darüberhinaus organisieren sie als Kuratorenteam "Experience
Art!" seit 2002 Ausstellungen und Veranstaltungen zur Übermittlung
der Thematik 'Kunst und Technik' innerhalb unterschiedlichen Kunstgattungen
und in verschiedenen Kontexten.
Ihre Werke wurden gezeigt u.a. in:
Irland im Shandon Craft Center Cork, Goethe Institut Beirut (Libanon), und
in Berlin im 103Studio, Italienisches Kulturinstitut, Technische Universtität,
Art Center Friedrichstraße, Berliner Kunstsalon, Universität der
Künste, Ballhaus Naunynstraße und der Berlinische Galerie, Altes
Postfuhramt.
Lebt und arbeitet in Berlin
Arbeitsschwerpunkte
Die Arbeiten von Peggy Sylopp sind vorwiegend von der minimalistischen und
abstrakten Malerei und Fotografie inspiriert. Teilweise orientieren sie sich
stilistisch an ästhetischen Konzepten von Avantgardformen wie Minimalismus,
Fluxus oder Expressionismus und übertragen sie experimentell auf zeitgenössische
Ausdrucksformen der elektronischen Kultur und der digitalen Kunst. In ihren
Performances und (Raum-) Installationen arbeitet sie mit Kombinationen von
verschiedenen visuellen Techniken: Live-Video-Processing, Steuerung mit Sound,
digitale Feedbacksysteme, Echtzeit- Generierung von Grafik, Bewegungserkennung,
abstrakte 3D-Objekte und 3D-Animation amorpher Flächen, Projektionsüberlagerungen
und -Verzerrungen. Sie arbeitet vorwiegend mit Klangkünstlern und mit
TänzerInnen, wobei die Performances von einer intensiven Interaktion
zwischen den Beteiligten charakterisiert sind. Ihre Arbeiten bewegen sich
zwischen Unvorhersehbarkeit und festgelegten Kompositionen, die Nicht- Wiederholbarkeit
kennzeichnet den Live-Charakter der Performances und die interaktive Dynamik
der Installationen.
Giovanni Longo – Klangkünstler
und Kurator
1959 in Florenz geboren.
Naturwissenschaftliche Studien in Florenz und Urbino. Er beschäftigt sich
seit der Jugendzeit mit Musik, Improvisation und Komposition am Klavier und
mit Elektroakustischer Musik. Die frühe intensive Erfahrung mit analogen
Synthesizers und mit den ersten digitalen Musikinstrumenten führte vor
allem zur Realisierung von mehrkanaliger Klanginstallationen, zuerst mit zusätzlicher
Unterstützung von Tonbandgeräten und CD-Playern, später zunehmend
ausschließlich mit Computer.
Seit Anfang der 1990er ist er im Bereich Klangkunst, Installationen und Performances
tätig, vorwiegend in Kooperation mit bildenden und Video-Künstler/innen.
Seit 2000 arbeitet er mit der Medienkünstlerin Peggy Sylopp in gemeinsamen
Projekten mit Schwerpunkt Klang-, Video-, und Medienkunst, zumeist mit Einbezug
unterschiedlicher Formen von Interaktivität.
Darüberhinaus organisieren sie als Kuratorenteam "Experience Art!" seit
2002 Ausstellungen und Veranstaltungen zur Übermittlung der Thematik 'Kunst
und Technik' innerhalb unterschiedlichen Kunstgattungen und in verschiedenen
Kontexten. Seine Werke wurden gezeigt in Berlin u.a. in der Universität
der Künste, Akademie der Künste, Technische Universität Berlin,
Art Center Berlin Friedrichstrasse, Schinkel Museum im Friedrichswerdersche
Kirche, Berlinische Galerie, Italienisches Kulturinstitut, Tiefbunker Alexanderplatz,
Berliner Kunstsalon und in der Schweitz im Centro d' Arte Contemporanea Chiasso,
Tessin.
Lebt und arbeitet in Berlin.
Arbeitsschwerpunkte
In der Arbeit von Giovanni Longo treffen Neue Musik, Serialismus, Minimalismus,
Musique Concréte, Stochastik mit Aspekten der Pop-Kultur von Clubmusik
bis Ambient Music bis über die Grenzen der Subkultur zusammen. Mehrkanalige
begehbare Installationen entstehen durch Integration von bedingter Zufälligkeit,
Klangsynthese und Algorithmischer Komposition in Echtzeit, Verarbeitung von
Umgebungsgeräuschen und dem aktiven Einbezug der Besucher. Er arbeitet
konzeptionell mit vorhandenen Umgebungen und Situationen, dabei setzt er
in den Klanginstallationen bildnerische und plastische Elemente in Form von
found objects, modifizierten Elektronik-Komponenten und unterschiedliche
Materialien ein, die nicht selten eine formale und konzeptuelle Funktion übernehmen.
In den Performances von in Echtzeit synthetisierten Sounds fügt er experimentell
digitale und analoge Klänge zusammen, als Musik-Instrument dient der
Laptop in Verbindung mit Audio-Hardware für live electronics. Die langsam
evolvierenden Klänge gestalten mutierende Klanglandschaften, erwecken
Assoziationen und wirken trotz des kompositorischen Spannungaufbaus immersiv
auf die Zuhörer.