Ein Rückblick

Die erste SoundART fand parallel zur ART Cologne 2004 und zu den ARD-Hörspieltagen vom 28.10. bis zum 11.11.2004 in Köln statt. Sie war als SoundART-Nacht Bestandteil der 5. Langen Nacht der Kölner Museen.

Das Gemeinschaftsprojekt des Westdeutschen Rundfunks, der KoelnMesse und des Skulpturenmuseum Glaskasten Marl fand Unterstützung durch die Kunststiftung NRW und durch die INITIATIVE HÖREN.

  

Auf der mehr als 1000 qm umfassenden Ausstellungsfläche des Großen Rheinsaals präsentierten Nominierte und Preisträger des Deutschen Klangkunstpreises 2004 aktuelle Arbeiten der skulpturalen Klangkunst. Im Kleinen Rheinsaal der KoelnMesse kamen non-stop Mehrkanalproduktionen des Studio Akustische Kunst und des Studio für Elektronische Musik des WDR zur Aufführung. Der Kleine Sendesaal des WDR Funkhauses war Ort von Live-Performances, die zeitgleich über WDR 3 landesweit ausgestrahlt wurden.

   Einzigartig an der Kölner SoundART war die Zusammenführung raumbezogener skulpturaler Klangkunst und raumklangbezogener Produktionen des Westdeutschen Rundfunks, insbesondere aus den beiden legendären Studios für Akustische Kunst und für Elektronische Musik. Bildende Kunst, Elektronische Musik und radiophone Akustische Kunst fanden erstmals in dieser Größenordnung zusammen. Die Resonanz auf das multisinnliche Erlebnis von Klang und Kunst übertraf die Erwartungen aller Beteiligten.

SoundART steht für Grenzgänge, bei denen Skulptur, Klang, Bild, Geräusch, ja mitunter auch Geruch in einer neuen Form der künstlerischen Gestaltung zusammen finden. Das Spannungsfeld von Raum und Klang wurde im rauen Industrieambiente des Landschaftsparks Duisburg-Nord bei der zweiten SoundART besonders intensiv erlebbar. Unter dem Motto "Klang als Kunst" erweiterte das Duisburger Traumzeit-Festival 2005 erstmalig sein Programm durch eine eigene Ausstellung von Klangskulpturen.

Motivation für die SoundART lieferte der von den beiden Kuratoren, Prof. Karl Karst (WDR) und Dr. Uwe Rüth (Skulpturenmuseum Glaskasten Marl), initiierte Deutsche Klangkunstpreis, der auf die Gründung der bundesweiten INITIATIVE HÖREN zurückgeht.   

2002 wurde für die noch junge Ausdrucksform der Klangkunst erstmals ein nationaler Preis geschaffen, der alle zwei Jahre vergeben werden soll. Der Deutsche Klangkunstpreis wird im Rahmen der Marler Medienkunstpreise vom Skulpturenmuseum Glaskasten Marl gemeinsam mit dem Kulturradio WDR 3 verliehen. Er soll nicht nur die künstlerische Ausdrucksform der Klangkunst fördern, sondern auch ihre Erforschung und Dokumentation unterstützen. Dazu verleiht er neben drei Deutschen Klangkunstpreisen zwei Ehrenpreise für die Vermittlung von Klangkunst und für ein künstlerisches Lebenswerk. Darüber hinaus kann WDR 3 einen Produktionspreis für das Studio Akustische Kunst vergeben.